Prof. Dr. med. habil. Dr. rer. nat. Ursula Havemann-Reinecke

Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
Suchtmedizinische Grundversorgung
Fachpharmakologin der Dt. Ges. f. Pharmakologie und Toxikologie
Dipl. Biologin

Ursula Havemann-Reinecke

verh., 2 Kinder

ist Dipl. Biologin, Fachpharmakologin der Dt. Gesell. f. Pharmakologie und Toxikologie sowie Ärztin für Neurologie und Psychiatrie, Professorin für Psychiatrie.

Sie war 13 Jahre am Max-Planck-Institut f. exp. Medizin Göttingen mit zeitweiligem Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford in der Opioidsucht-Forschung als Leiterin einer Arbeitsgruppe tätig. Im Anschluss hat sie ihre Facharztausbildung in verschiedenen Kliniken der Universitätsmedizin (Abt. f. Neurologie, Abt. f. Klinische Neurophysiologie, Abteilung f. Psychiatrie und Psychotherapie) absolviert. Danach war sie ca. 20 Jahre Oberärztin und Leiterin des Bereiches Suchtmedizin und Suchtforschung der Psychiatrischen Klinik der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und hat bis Ende 2019 Substitutionsbehandlungen für Opioidabhängige im Rahmen einer Ermächtigungsambulanz durchgeführt. Sie arbeitet dort seit 2020 als Senior Scientist.

Sie ist u. A. Leiterin des Referates Abhängigkeitserkrankungen der DGPPN, Vorstandsmitglied der Dt. Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht), Mitglied des Sachverständigenausschusses für Betäubungsmittel nach §1Abs.2 des BtMG, Mitglied der Kommission für Substitutionstherapie der Ärztekammer Niedersachsen. Sie ist Gründungsmitglied des Norddeutschen Suchtforschungsverbundes NSF e.V. und dort im Vorstand tätig.

Weitere Tätigkeiten sind biologische und klinische Suchtforschung, insbesondere der Opioide und Cannabinoide, u. A. im Rahmen eines Schwerpunktprogramms der Dt. Forschungsgemeinschaft (DFG, www.cnmpb.de). Langjähriges aktives Mitglied der AGNP-Arbeitsgruppe Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)(Leitung Prof. G. Gründer, ZI f. Seelische Gesundheit, Mannheim)

Sie war an der Erstellung verschiedener AWMF S3 Therapie-Leitlinien auf dem Gebiet der Suchtmedizin (Alkohol-und Tabakgezogene Störungen, CrystalMeth) und der Schmerztherapie (Langzeittherapie nicht tumorbedingter Schmerzen, LONTS) beteiligt. Sie hat aktuell die AWMF S3 Leitlinie zu Medikamentenbezogenen Störungen zusammen mit Prof.A. Batra, Universität Tübingen, koordiniert, die 2020 auf der AWMF website publiziert wurde (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/038-025.html) und 2021 als Buch im Springer Verlag publiziert wird. Sie ist Mitglied der Steuergruppe der S3 Leitlinie Opioidabhängigkeit.

Auszeichnungen/Preise:
Fritz-Külz-Preis der Dt. Ges. f. Pharmakologie und Toxikologie
Publikationen (pubmed):
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=havemann-reinecke+u+OR+havemann+u&sort=date
Bücher/Monographien:
  1. Havemann-Reinecke U, Weyerer S, Fleischmann H: Alkohol, Medikamente – Mißbrauch und Abhängigkeit im Alter. Lambertus-Verlag 1998
  2. Havemann-Reinecke U: Die Bedeutung zentraler dopaminerger Neurone für die Entwicklung von Abhängigkeit am Beispiel der Opioide. Shaker Verlag 2002
  3. Mann K, Havemann-Reinecke U, Gassmann, R (Eds.): Jugendliche und Suchtmittelkonsum. Trends – Grundlagen – Maßnahmen. Lambertus-Verlag 2007
  4. Mann K, Havemann-Reinecke U, Gassmann, R (Eds.): Jugendliche und Suchtmittelkonsum. Trends – Grundlagen – Maßnahmen. 2. überarbeitete Fassung. Lambertus-Verlag 2009
  5. Batra A, Havemann-Reinecke U (Eds): DGPPN, DG-Sucht, AWMF S3 Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen. 2020 (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/038-025.html)
  6. Batra A, Havemann-Reinecke U (Eds): DGPPN, DG-Sucht, AWMF S3 Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen. Springer Verlag 2021, in press